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Ein Vogelbeobachterblog (momentan Elternpause)

Ornithologische Beobachtungen in Rheinland-Pfalz

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Bitte um Mithilfe

Veröffentlicht von am in Orn. Beobachtungen

Hallo,

 

ich stelle hier mal eine Anfrage ein, weil ich denke das sie den ein oder anderen interessieren wird. Man möge mir im Vorfeld schon verzeihen, das es keinen direkten Zusammenhang zu RLP gibt:

 

 11.09.2009 Wiesbaden - Dr. Matthias Werner Vogelschutzwarte - Gefiederverklebungen Lachmöwe - Bitte um Mithilfe!
Nachtrag zum Eintrag von Witiko Heuser und Henrik Trost vom 7.9.09:
Nach Laboruntersuchungen des hessischen Landeskriminalamtes handelt es bei den Gefiederverklebungen der Lachmöwen um Glycerin-Monooleat und Oleamin (diese Stoffe werden auch unter dem Namen Tween und Span vertrieben). Diese Emulgatoren sind in der industriellen Anwendung relativ weit verbreitet (Kosmetik-, Pharma-, Schmierstoff- sowie Lebensmittelindustrie). Bisher wurden Lachmöwen mit verklebtem Gefieder ausschließlich im Bereich Wiesbaden/Mainz sowie vereinzelt am Main bis nach Frankfurt beobachtet (vgl. Bilder und Dokumentation im HGON-Birdnet und Newsletter). Es ist daher davon auszugehen, dass die Möwen in einen Industriebetrieb, möglicherweise in ein Absetz- oder Klärbecken, einfliegen und sich dort entsprechend kontaminieren. Bei sinkenden Temperaturen ist infolge von Unterkühlung mit vielen hundert Todesfällen zu rechnen. Da das Phänomen nunmehr bereits im dritten Winterhalbjahr auftritt, ist es dringend geboten, dass die Quelle der Kontamination gefunden und abgestellt wird. In den beiden letzten Wintern waren regelmäßig größere Lachmöwen-Trupps von den Gefiederverklebungen betroffen. Unsere Recherchen im Bereich der Industrieparks Kalle-Albert und Höchst sind bisher ergebnislos verlaufen. Da die Verklebungen leicht zu übersehen sind (die Vögel sehen zunächst einfach nur nass und struppig aus!), bitten wir um erhöhte Aufmerksamkeit der Vogelbeobachter und Meldung von Möwen mit Gefiederverklebungen an unsere Vogelschutzwarte ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ). Ebenso bitten wir um sachdienliche Hinweise, wo im oben genannten Bereich Möwen mit den auch als Lebensmittelzuschlag zugelassenen Stoffen in Kontakt geraten könnten. Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe!
Matthias Werner

 

Gruß J.Weiß

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