Kolkraben in Rheinland-Pfalz

Der Kolkraben (Corvus corax) ist der größte heimische Singvogel und zählt zur systematischen Gruppe der Rabenvögel (Familie: Corvidae).

Kennzeichen: Der Kolkrabe ist mit ca. 65 cm Länge (Schnabelspitze bis Schwanzende) und ca. 1.250 g der größte Rabenvogel. Mit seinem rein schwarzen Gefieder und seinem kräftigen schwarzen Schnabel wirkt der bussardgroße Rabe sehr massiv. Das dunkle Gefieder hat je nach Sonneneinstrahlung einen metallischen Schimmer. Im Flug ist der sehr kräftige Kopf mit dem großen Schnabel und der keilförmige Schwanz ein gutes Bestimmungsmerkmal.

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Orpheusspötter

Der Orpheusspötter (Hippolais polyglotta) gehört zu den wenigen Vogelarten, die in den letzten Jahrzehnten ihr Verbreitungsgebiet erfolgreich nach Mitteleuropa erweitert haben. Nachdem im Laufe der 1980-er Jahre die ersten Brutnachweise in Baden-Württemberg, im Saarland und in Rheinland-Pfalz gelangen (Dietzen, Folz & Henß 2006, Hayo & Zannini 1986, Heyne 1987, 2000, Irsch 1994), sind trotz seiner zeitweise rasanten Ausbreitung in Südwestdeutschland die Hauptvorkommen auch heute noch im Wesentlichen auf diese drei Bundesländer beschränkt. Damit ist der Orpheusspötter aus biogeographischer Sicht wohl eine der interessantesten Vogelarten im Saar-Mosel-Raum.

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Internat. Wasservogelzählung

Wasservögel gehören zu den am stärksten bedrohten Vogelgruppen, da ihre Lebensräume, die Gewässer und Feuchtgebiete, weltweit zu den gefährdetsten Landschaftsbestandteilen zählen und weil viele dieser Arten in einigen Ländern noch immer bejagt werden.

Schon früh wurde die überragende ökologische Bedeutung von Feuchtgebieten, auch für das Wohl des Menschen erkannt. Das Erfassen und Kontrollieren der diesen Lebensraum bewohnenden Vogelgruppen, bildet eine Grundlage des international abzustimmenden Feuchtgebietsmanagements.Wichtig ist dabei nicht nur der Schutz der Brutgebiete, sondern besonders auch die Sicherstellung der Durchzugs-, Rast- und Überwinterungsgewässer.

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Bundesweite Rotmilankartierung 2011/2012

Volkszählung bei den Rotmilanen: Mit 10.000-14.000 Paaren brütet mehr als die Hälfte des weltweit nahezu ausschließlich auf Europa beschränkten Bestandes hierzulande. Deutschland hat daher eine herausragende internationale Verantwortung für den Schutz dieser Art. Auch in Rheinland-Pfalz kommt die Art regelmäßig vor (400 – 700 Paare), allerdings fehlen für viele Regionen Angaben zu seinem Bestand und außerdem sind die Daten nun schon über zehn Jahre alt, so dass eine Wiederholungskartierung nun notwendig wurde.

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Bienenfresser

Der Bienenfresser (Merops apiaster) ist einer der schillernsten Neubürger in Rheinland-Pfalz der letzten Jahre. Er gehört zur Ordnung der Rackenvögel (Coraciiformes), in die Familie der Spinte (Meropidae).

Kennzeichen: Der Bienenfresser ist 27-29 cm groß, wiegt ca. 50g und erreicht eine Flügelspannweite von 44-49 cm. In der Luft ist er meistens erst zu hören  als zu sehen. Im Flug ertönt meistens ein lautes „püt püt, krück krück, gük gük, dirüp,drüü“. Der Bienenfresser hat einen langen, spitzen Schnabel und sehr kurze Läufe, was eine optimale Anpassung an einen Bruthöhlen grabenden Vogel darstellt. Das Farbenspektrum eines Bienenfressers geht von braun über gelb bis grün-türkis. Die Kehle der Vögel ist dabei auffallend gelb. Bei den Altvögeln sind im Flug auch besonders die ca. 3 cm langen Schwanzspieße zu erkennen.

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Ornithologische Jahresberichte

Ornithologischer Jahresbericht 2008/2009

Der ornithologische Jahresbericht 2008/2009 für Rheinland-Pfalz beinhaltet: Ornithologischer Sammelbericht für Rheinland-Pfalz 2008 und 2009 (C. Dietzen, J. Bayer, D. Becker, H.-G. Folz, P. Ramachers u. M. Schmolz), Bericht der Avifaunistischen Kommission Rheinland-Pfalz für 2008-2010 (E. Lippok u. C. Dietzen), Ergebnisse der Arbeitsgruppe Zaunammer-Monitoring: Bestand und Verbreitung der Zaunammer (Emberiza cirlus) in Rheinland-Pfalz 2009 (U. Janz), Erste Nachweise des Atlantischen Kormorans (Phalacrocorax carbo carbo) in Rheinland-Pfalz und Hinweise zur Bestimmung dieser Unterart (H.-G. Folz), Zum Vorkommen der Wiesenweihe (Circus pygargus) bei Kriegsfeld - Ein Beitrag zur Förderung  und Erhaltung der Artenvielfalt in Rheinland-Pfalz (W. Matthes), Siedlungsdichte-Untersuchungen in Rheinland-Pfalz 1984-1991 (C. Dietzen), Vorschläge zum Monitoring verbreitet vorkommender und potenziell in ihrem Bestand bedrohter Brutvogelarten unter besonderer Berücksichtigung offener Feld- und Wiesen-Landschaften in Rheinland-Pfalz (V. Harries), Zum Auftreten weißköpfiger Schwanzmeisen der Nominatform Aegithalos caudatus caudatus in Rheinland-Pfalz (C. Dietzen u. V. Schmidt).

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